Streichgarn

Damit das eigene Projekt auch genau so wird wie man sich das vorstellt, ist es nicht verkehrt sich etwas mit den verschiedenen Garnarten und ihren Eigenschaften zu beschäftigen.

Also zunächst die Frage: Was für Garnarten gibt es? Unterschieden wird zwischen Streichgarn und Kammgarn. In diesem Beitrag wird geklärt, was ist denn ein Streichgarn?

Die Wolle wird bei der Streichgarnherstellung „nur“ kardiert. Das heißt, dass die Fasern in einem Nadelbelag über Walzen (oder per Hand mit zwei Handkarden) gleichmäßig verteilt werden. Auf diese Weise entsteht aus der gewaschenen aber noch etwas knubbeligen Wolle eine ordentliche Matte, die zum Spinnen weiterverarbeitet werden kann. In diesem Prozess werden keine Fasern aussortiert. Das heißt, lang, kurz, lockig oder glatt, alles ist dabei. Auf dem Foto seht ihr eine Kardiermaschine für den Hobbygebrauch.

Kardiermaschine bei Yuniku Wolle mischen

Was heißt das jetzt für unser Wollknäuel? Streichgarn ist bauschig, manchmal auch etwas ungleichmäßig und luftig. Der Vorteil ist, das Garn wärmt schön, da viel Luft zwischen den Fasern eingeschlossen wird, die isoliert. Der einzige Nachteil, das Garn ist etwas weniger reißfest als Kammgarn. Das wird aber ja auch nicht immer gebraucht. Mein Herbstprojekt, die Tweedjacke ist zum Beispiel aus Streichgarn hergestellt.

Ich persönlich finde den natürlichen, manchmal auch etwas rustikalen Charme von Streichgarn sehr schön.

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